Sprachbund
Zeit: 3rd. Jahrtausend v. Chr.
Ort: Heutiger Irak
Details: Während des 3. Jahrtausends v. Chr. entwickelte sich in ganz Mesopotamien eine sehr enge kulturelle Symbiose zwischen den Sumerern und den Akkadern, die auch eine weit verbreitete Zweisprachigkeit einschloss. Der Einfluss des Sumerischen (einer isolierten Sprache) auf das Akkadische und umgekehrt ist in allen Bereichen offensichtlich, von massiven lexikalischen Entlehnungen bis hin zu syntaktischer, morphologischer und phonologischer Konvergenz. Dies hat Gelehrte dazu veranlasst, das Sumerische und Akkadische im dritten Jahrtausend v. Chr. als Sprachbund zu bezeichnen. Das Akkadische ersetzte das Sumerische allmählich als gesprochene Sprache Mesopotamiens irgendwann nach der Wende vom 3. zum 2. Jahrtausend v. Chr. (die genaue Datierung ist umstritten), obwohl das Sumerische bis ins 1. Jahrhundert n. Chr. als heilige, zeremonielle, literarische und wissenschaftliche Sprache in Mesopotamien weiterverwendet wurde, ebenso wie die akkadische Keilschrift.
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