Wahlen vom September 1930
Die Wahlen vom September 1930 führten zum Bruch der Großen Koalition und deren Ersetzung durch ein Minderheitenkabinett. Dessen Führer, Reichskanzler Heinrich Brüning von der Zentrumspartei, regierte durch Notverordnungen von Reichspräsident Paul von Hindenburg. Das Regieren per Notverordnung wurde zur neuen Norm und ebnete den Weg für autoritäre Regierungsformen. Die NSDAP stieg aus der Bedeutungslosigkeit auf, gewann bei der Wahl 1930 18,3 Prozent der Stimmen und 107 Parlamentssitze und wurde damit zur zweitgrößten Partei im Parlament.
