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Heiliges Römisches Reich

Reichsdeputationshauptschluss

1795
Deutschland, Heiliges Römisches Reich

Der Reichsdeputationshauptschluss war eine Reihe von Mediatisierungen und Säkularisierungen, die zwischen 1795 und 1814 während des späteren Teils der Ära der Französischen Revolution und der anschließenden napoleonischen Ära stattfanden. „Mediatisierung“ war der Prozess der Eingliederung der Gebiete eines Reichsstandes in einen anderen, wobei dem Eingegliederten oft gewisse Rechte verblieben. Zum Beispiel wurden die Güter der Reichsritterschaft 1806 formell mediatisiert, nachdem sie 1803 im sogenannten Rittersturm de facto von den großen Territorialstaaten beschlagnahmt worden waren. „Säkularisierung“ war die Aufhebung der weltlichen Macht eines geistlichen Herrschers wie eines Bischofs oder Abtes und die Angliederung des säkularisierten Gebiets an ein weltliches Territorium.

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