1Geburt

John Maynard Keynes wurde in Cambridge, Cambridgeshire, England, in eine Familie der oberen Mittelschicht geboren.

2Bachelor-Abschluss mit Auszeichnung in Mathematik

Im Mai 1904 erhielt er einen Bachelor-Abschluss mit Auszeichnung (First Class BA) in Mathematik.

3Rückkehr nach Cambridge

Anfangs gefiel ihm seine Arbeit, doch bis 1908 war er gelangweilt und gab seine Stelle auf, um nach Cambridge zurückzukehren und an der Wahrscheinlichkeitstheorie zu arbeiten, zunächst privat finanziert nur durch zwei Dozenten der Universität – seinen Vater und den Ökonomen Arthur Pigou.

4Karriere im öffentlichen Dienst

Im Oktober 1908 begann Keynes' Karriere im öffentlichen Dienst als Beamter im India Office.

5Erster professioneller wirtschaftswissenschaftlicher Artikel

Bis 1909 hatte Keynes seinen ersten professionellen wirtschaftswissenschaftlichen Artikel im Economic Journal veröffentlicht, der sich mit den Auswirkungen eines kürzlichen globalen wirtschaftlichen Abschwungs auf Indien befasste.

6Political Economy Club

Er gründete den Political Economy Club, eine wöchentliche Diskussionsgruppe.

7Erstes Buch

Bis 1913 hatte er sein erstes Buch, Indian Currency and Finance, veröffentlicht.

8Offizielle Regierungsposition im Finanzministerium

Im Januar 1915 übernahm Keynes eine offizielle Regierungsposition im Finanzministerium (Treasury).

9Companion of the Order of the Bath für seine Kriegsarbeit

In den King's Birthday Honors 1917 wurde Keynes für seine Kriegsarbeit zum Companion of the Order of the Bath ernannt.

10Finanzvertreter des Finanzministeriums bei der Friedenskonferenz von Versailles 1919

Keynes wurde zum Finanzvertreter des Finanzministeriums für die Friedenskonferenz von Versailles 1919 ernannt. Er wurde zudem zum Offizier des belgischen Leopoldsordens ernannt.

11A Treatise on Probability

Keynes hatte sein Werk A Treatise on Probability vor dem Krieg fertiggestellt, veröffentlichte es jedoch erst 1921.

12Keynes setzte sich weiterhin für die Reduzierung der deutschen Reparationen ein

1922 setzte sich Keynes mit A Revision of the Treaty weiterhin für eine Reduzierung der deutschen Reparationen ein.

13Fiskalpolitische Reaktion

Ab 1924 befürwortete er zudem eine fiskalpolitische Reaktion, bei der die Regierung durch Ausgaben für öffentliche Arbeiten Arbeitsplätze schaffen könnte.

14Ehe

1921 schrieb Keynes, dass er sich „sehr in Lydia Lopokowa verliebt“ habe, eine bekannte russische Ballerina und einer der Stars von Djagilews Ballets Russes. In den frühen Jahren seiner Werbung unterhielt er parallel zu Lopokowa eine Affäre mit einem jüngeren Mann, Sebastian Sprott, entschied sich aber schließlich exklusiv für Lopokowa. Sie heirateten 1925.

15Treatise on Money

Treatise on Money wurde 1930 in zwei Bänden veröffentlicht.

16The General Theory of Employment, Interest and Money

The General Theory of Employment, Interest and Money wurde 1936 veröffentlicht.

17How to Pay for the War

Keynes argumentierte in How to Pay for the War, veröffentlicht 1940, dass die Kriegsanstrengungen weitgehend durch höhere Steuern und insbesondere durch Zwangsparen (im Wesentlichen leihen Arbeiter der Regierung Geld) finanziert werden sollten, anstatt durch Deficit Spending, um Inflation zu vermeiden.

18Vorgeschlagen zur Besetzung einer Vakanz im Direktorium der Bank of England

Im September 1941 wurde er vorgeschlagen, eine Vakanz im Direktorium der Bank of England zu besetzen, und erfüllte anschließend ab dem folgenden April eine volle Amtszeit.

19Belohnt für seine Dienste mit einer erblichen Peerage

Im Juni 1942 wurde Keynes für seine Dienste in den King's Birthday Honors mit einer erblichen Peerage belohnt.

20Baron Keynes, of Tilton, in the County of Sussex

Am 7. Juli wurde sein Titel als „Baron Keynes, of Tilton, in the County of Sussex“ offiziell bekannt gegeben und er nahm seinen Sitz im House of Lords auf den Bänken der Liberal Party ein.

21Bretton-Woods-System

Als der Sieg der Alliierten sicher schien, war Keynes als Leiter der britischen Delegation und Vorsitzender der Weltbank-Kommission maßgeblich an den Verhandlungen Mitte 1944 beteiligt, die das Bretton-Woods-System etablierten.

22Tod

Keynes starb am 21. April 1946 im Alter von 62 Jahren an einem Herzinfarkt in Tilton, seinem Bauernhaus bei Firle, East Sussex, England.

23Das Ende des Traums vom globalen freien Marktkapitalismus

Die globale Finanzkrise von 2007–08 führte zu öffentlicher Skepsis gegenüber dem Konsens des freien Marktes, selbst bei einigen Vertretern der wirtschaftlichen Rechten. Im März 2008 verkündete Martin Wolf, Chef-Wirtschaftskommentator der Financial Times, das Ende des Traums vom globalen freien Marktkapitalismus.

24Plötzliches Wiederaufleben keynesianischer Politik

Ende Dezember 2008 berichtete die Financial Times, dass „das plötzliche Wiederaufleben keynesianischer Politik eine atemberaubende Umkehr der Orthodoxie der letzten Jahrzehnte ist“.