Margaret Thatcher
Rücktritt
Downing Street, London, England
Am 14. November forderte Michael Heseltine den Vorsitz der Conservative Party heraus. Meinungsumfragen hatten angedeutet, dass er den Konservativen einen nationalen Vorsprung vor der Labour Party verschaffen würde. Obwohl Thatcher im ersten Wahlgang mit den Stimmen von 204 konservativen Abgeordneten (54,8 %) gegenüber 152 Stimmen (40,9 %) für Heseltine und 16 Enthaltungen führte, fehlten ihr vier Stimmen zur erforderlichen 15-Prozent-Mehrheit. Ein zweiter Wahlgang war daher notwendig. Thatcher erklärte zunächst ihre Absicht, „weiterzukämpfen und zu gewinnen“, doch Beratungen mit ihrem Kabinett überzeugten sie zum Rückzug. Nachdem sie eine Audienz bei der Queen hatte, andere Staats- und Regierungschefs angerufen und eine letzte Rede im Unterhaus gehalten hatte, verließ sie am 28. November unter Tränen die Downing Street. Berichten zufolge betrachtete sie ihren Sturz als Verrat. Ihr Rücktritt war für viele außerhalb Großbritanniens ein Schock, wobei ausländische Beobachter wie Henry Kissinger und Gorbatschow ihre private Bestürzung zum Ausdruck brachten.
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