1Geburt
Teresa wurde als Anjezë Gonxhe (oder Gonxha) Bojaxhiu am 26. August 1910 in eine kosovarisch-albanische Familie in Skopje (heute die Hauptstadt von Nordmazedonien), Osmanisches Reich, geboren. Sie wurde am Tag nach ihrer Geburt in Skopje getauft. Später betrachtete sie den 27. August, den Tag ihrer Taufe, als ihren „wahren Geburtstag“.
2Religiöses Leben
Teresa war noch jung, als sie von Geschichten über das Leben von Missionaren und deren Dienst in Bengalen fasziniert war; mit 12 Jahren war sie überzeugt, dass sie sich dem religiösen Leben widmen sollte. Ihr Entschluss festigte sich am 15. August 1928, als sie am Schrein der Schwarzen Madonna von Vitina-Letnice betete, wohin sie oft pilgerte.
3Erste Ordensgelübde
Sie kam 1929 in Indien an und begann ihr Noviziat in Darjeeling, im unteren Himalaya, wo sie Bengalisch lernte und an der St. Teresa's School in der Nähe ihres Klosters unterrichtete. Teresa legte am 24. Mai 1931 ihre ersten Ordensgelübde ab. Sie wählte den Namen Thérèse de Lisieux, der Schutzpatronin der Missionare; da eine Nonne im Kloster diesen Namen bereits gewählt hatte, entschied sich Agnes für die spanische Schreibweise (Teresa).
4Der Ruf im Ruf
Am 10. September 1946 erlebte Teresa das, was sie später als „den Ruf im Ruf“ beschrieb, als sie mit dem Zug von Kalkutta zum Loreto-Kloster in Darjeeling zu ihrem jährlichen Exerzitienaufenthalt reiste.
5Das Holy Family Hospital
Sie begann 1948 ihre missionarische Arbeit mit den Armen und ersetzte ihre traditionelle Loreto-Tracht durch einen einfachen, weißen Baumwoll-Sari mit blauem Rand. Teresa nahm die indische Staatsbürgerschaft an, verbrachte mehrere Monate in Patna, um eine medizinische Grundausbildung im Holy Family Hospital zu erhalten, und wagte sich in die Slums.
6Eine Erlaubnis des Vatikans
Am 7. Oktober 1950 erhielt Teresa die Erlaubnis des Vatikans für die Diözesankongregation, aus der die Missionarinnen der Nächstenliebe hervorgehen sollten. In ihren Worten sollte sie sich um „die Hungrigen, die Nackten, die Obdachlosen, die Verkrüppelten, die Blinden, die Aussätzigen, all jene Menschen, die sich in der Gesellschaft unerwünscht, ungeliebt und unbetreut fühlen, Menschen, die der Gesellschaft zur Last geworden sind und von jedem gemieden werden“, kümmern.
7Haus des reinen Herzens
1952 eröffnete Teresa mit Hilfe von Beamten aus Kalkutta ihr erstes Hospiz. Sie wandelte einen verlassenen Hindu-Tempel in das Kalighat-Sterbehaus um, das für die Armen kostenlos war, und nannte es Kalighat, das Haus des reinen Herzens (Nirmal Hriday).
837 gerettete Kinder
Auf dem Höhepunkt der Belagerung von Beirut im Jahr 1982 rettete Teresa 37 Kinder, die in einem Krankenhaus an der Front gefangen waren, indem sie einen vorübergehenden Waffenstillstand zwischen der israelischen Armee und palästinensischen Guerillas aushandelte. Begleitet von Mitarbeitern des Roten Kreuzes reiste sie durch das Kriegsgebiet zum Krankenhaus, um die jungen Patienten zu evakuieren.
9Rücktritt
Am 13. März 1997 trat Teresa als Leiterin der Missionarinnen der Nächstenliebe zurück.
10Mutter Teresas Tod
Sie starb am 5. September.

