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Völkermord in Ruanda

Völkermord-Fax

Dienstag Jan 11, 1994
Ruanda

Am 11. Januar 1994 sandte General Roméo Dallaire, Kommandeur der UNAMIR (United Nations Assistance Mission for Rwanda), sein „Völkermord-Fax“ an das UN-Hauptquartier. Das Fax besagte, dass Dallaire in Kontakt mit „einem hochrangigen Ausbilder im Kader der Interahamwe-bewaffneten Miliz der MRND“ stand. Der Informant – heute bekannt als Mathieu Ngirumpatses Chauffeur, Kassim Turatsinze, alias „Jean-Pierre“ – behauptete, den Befehl erhalten zu haben, alle Tutsi in Kigali zu registrieren. Dem Memo zufolge vermutete Turatsinze, dass ein Völkermord an den Tutsi geplant sei, und er sagte, dass „sein Personal in 20 Minuten bis zu 1000 Tutsi töten könnte“. Dallaires Bitte, den Informanten und seine Familie zu schützen und die von ihm enthüllten Waffenlager zu stürmen, wurde abgelehnt.

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