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Abraham Lincoln

Lincoln hielt seine zweite Antrittsrede

Samstag Mär 4, 1865
Washington D.C., USA

Am 4. März 1865 hielt Lincoln seine zweite Antrittsrede. Darin betrachtete er die Kriegsopfer als Gottes Willen. Lincoln sagte: Wir hoffen inständig – wir beten inbrünstig –, dass diese gewaltige Geißel des Krieges bald vorübergehen möge. Doch wenn Gott will, dass er andauert, bis all der Reichtum, der durch die 250-jährige unbezahlte Plackerei der Sklaven angehäuft wurde, versunken ist, und bis jeder Tropfen Blut, der durch die Peitsche vergossen wurde, durch einen anderen bezahlt wird, der durch das Schwert vergossen wurde, so muss, wie vor 3.000 Jahren gesagt wurde, auch heute noch gesagt werden: „Die Urteile des Herrn sind wahr und gerecht insgesamt“. Mit Bosheit gegen niemanden; mit Nächstenliebe für alle; mit Festigkeit im Recht, wie Gott uns das Recht sehen lässt, lasst uns danach streben, das Werk, in dem wir stehen, zu vollenden; die Wunden der Nation zu verbinden; für den zu sorgen, der die Schlacht geschlagen hat, und für seine Witwe und seine Waise – alles zu tun, was einen gerechten und dauerhaften Frieden unter uns und mit allen Nationen erreichen und bewahren kann.

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