Frederick Douglass
Douglass hielt die Festrede bei der Enthüllung des Emancipation Memorial
Lincoln Park, Washington D.C., USA
Am 14. April 1876 hielt Douglass die Festrede bei der Enthüllung des Emancipation Memorial im Lincoln Park in Washington. In dieser Rede sprach Douglass offen über Lincoln und wies auf die seiner Meinung nach positiven wie negativen Eigenschaften des verstorbenen Präsidenten hin. Douglass nannte Lincoln „den Präsidenten des weißen Mannes“ und kritisierte Lincolns Zögern, sich der Sache der Emanzipation anzuschließen, wobei er anmerkte, dass Lincoln anfangs die Ausweitung der Sklaverei ablehnte, aber deren Abschaffung nicht unterstützte. Doch Douglass fragte auch: „Kann irgendein farbiger Mann oder irgendein weißer Mann, der der Freiheit aller Menschen freundlich gesinnt ist, jemals die Nacht vergessen, die auf den ersten Tag des Januar 1863 folgte, als die Welt sehen sollte, ob Abraham Lincoln so gut wie sein Wort sein würde?“ Douglass sagte auch: „Obwohl Herr Lincoln die Vorurteile seiner weißen Mitbürger gegen den Neger teilte, ist es kaum notwendig zu sagen, dass er in seinem tiefsten Inneren die Sklaverei verabscheute und hasste ...“.
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