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Galileo Galilei

Foscarini sandte ein Exemplar seines Buches an Bellarmin

Sonntag Apr 12, 1615
Italien

Kardinal Robert Bellarmin, einer der angesehensten katholischen Theologen der damaligen Zeit, wurde hinzugezogen, um den Streit zwischen Galileo und seinen Gegnern zu schlichten. Die Frage des Heliozentrismus war Kardinal Bellarmin erstmals im Fall von Paolo Antonio Foscarini, einem Karmeliterpater, vorgelegt worden; Foscarini hatte ein Buch veröffentlicht, Lettera ... sopra l'opinione ... del Copernico, das versuchte, Kopernikus mit den biblischen Passagen zu versöhnen, die im Widerspruch zu stehen schienen. Bellarmin äußerte zunächst die Meinung, dass das Buch des Kopernikus nicht verboten, sondern höchstens etwas bearbeitet werden müsse, um die Theorie rein als Berechnungsinstrument zur "Rettung der Erscheinungen" (d. h. zur Wahrung der beobachtbaren Beweise) darzustellen. Foscarini sandte ein Exemplar seines Buches an Bellarmin, der in einem Brief vom 12. April 1615 antwortete.

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